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AstatSymbol: AtKategorie: Halogene Ordnungszahl: 85 Relative Atommasse: [210] Schmelzpunkt: 575 K Siedepunkt: 610 K Dichte: 8,75 g cm-3 Elektronegativität: 2,0 Ionisierungsenergie: 9,5 eV Konfiguration: [Xe] 4f14 5d10 6s² 6p5 Oxidationszahlen: 7, 5, 3, 1, -1 Atomradius: pm Ionenradius: 227 (-1); 57 (+5) Der nachfolgende Artikel ist dem Lexikon der Chemie entnommen. Dieses sowie alle weiteren Fachlexika bei wissenschaft-online sind mit einem spektrumdirekt Premium-Abonnement zugänglich. Astat, früher Astatin, Symbol At, (nach griech. astatos unbeständig benannt), radioaktives, sehr kurzlebiges chem. Element aus der VII. Hauptgruppe des Periodensystems, der Gruppe der Halogene, Nichtmetall; Z 85, Massenzahlen der bisher beschriebenen Isotope 196 bis 219 (je 2 Kernisomere der Massenzahlen 198, 200, 202, 212), Atommasse (stabilstes Isotop) 210 (t1/2 8,1 h, K-Einfang (99,83 %), α-Emission (0,17), Wertigkeit -I, +I, +V, +VII, F. ≈ 300 °C, Kp. ≈ 370 °C, Standardelektrodenpotential (At-/At2) +0,25 V. Die Isotope 215At , 218At und 219At kommen, durch sehr kurze Halbwertszeiten gekennzeichnet (t1/2 1,64·10-4 s, α-Emission; 1,3 s, α (99,9 %), β (0,1 %); 0,9 min, α (97 %). β (3 %), in der Natur als Glieder der natürlichen Zerfallsreihen im Ergebnis von β-Zerfall des Poloniums bzw. α-Zerfall des Franciums in äußerst geringen Mengen (Astatgehalt der Lithosphäre etwa 70 mg) vor. Die relativ stabilen Isotope der Massenzahlen 209 bis 211, deren Halbwertszeiten zwischen 5,5 und 8,1 h liegen, werden als Gemisch durch Bestrahlung von Bismut-209 mit α-Strahlen von 30 bis 50 MeV z.B. gemäß 20893Bi + 42H → 21815At + 2 10In oder aus Thorium bzw. Uran mit hochenergetischen Protonen über Spallationsreaktionen erhalten und von den Begleitelementen auf nasschem. Wege oder über Gasthermochromatographie abgetrennt. A. bildet mit anderen Halogenen Interhalogenverbindungen: AtCl, AtBr, AtI. Starke Reduktionsmittel reduzieren A. zu At-; Astatwasserstoff, HAt, ist ein stärkeres Reduktionsmittel als Iodwasserstoff HI. Milde Oxidationsmittel, wie Fe3+ oder Br2 führen A. in die Stufe der hypoastatigen Säure, HAtO, über. Mit starken Oxidationsmitteln, wie Peroxodisulfat, wird Oxidation zu Astatat(V), [AtO3]-, erreicht, während Xenondifluorid At- in heißer, alkalischer Lösung zu Perastatat, Astatat(VII), [AtO4]- zu oxidieren vermag. Zahlreiche astatorganische Verbindungen, z.B. C2H5At, C6H5At, C6H4AtX (X = Cl, Br, I) und AtCH2COOH, konnten erhalten werden. Alle At-Verbindungen konnten ausschließlich in Tracer-Experimenten nachgewiesen werden. © Spektrum Akademischer Verlag |
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