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Ende des Neandertalers und Mathematik
Beitrag von Tomas Schweigert
 
Ich habe im letzten Jahr die Diskussion um das Ende des Neandertalers interessiert verfolgt. Gleichzeitig nutze ich gelegentlich Computerspiele, die Strategien simuliern. Z.B. Age of Empires.
Dabei kam mir folgende Frage:
1) Bekannte Fakten
Die Neandertaler sassen im Norden der Welt und waren an schwere lebensbedingungen gut angepasst.
Die Naendertaler waren groß und kannten Waffen.
Der Mensch sass in Afrika und hatte entschieden günstigere Lebensbedingungen. Dem Neandertaler war er zum Zeitpunkt des ersten Aufeinandertreffens unterlegen.
Dann eroberte der Mensch den Südrand Asiens.
Hypothesen
1) Der Neandertaler war auch in seiner Fertilität seiner Umwelt angepasst und deshalb im generatven Gleichgewicht.
2) Der Mensch war auf seine Art auch angepasst, aber im generatven Ungleichgewicht (Bevölkerungswachstum)
3) Auch ein noch so starker Krieger erliegt ab einer gewissen Übermacht dem Feind.
4) Weder für die Neandertaler noch für den Menschen gab es eine zentrale Strategie sondern nur die Wahl der jeweils besten Alternative.
Unter diesen Umständen wäre zu erwarten, dass der Mensch dem überlegenen Neandertaler so lange aus dem Weg ging, wie dies nur irgend möglich war.
Aber
Das generative Verhalten des Menschen sorgte nach dem Erreichen der Gernzen Asiens immer wieder für Verdichtungsschocks, d.h. Gruppen, die in Auseinandersetzung mit anderen Gruppen nach Lebensräumen suchten.
(Wäre das mathematisch/statistisch beschreibbar?)
Dabei dürften an der Grenze zwischen Neandertalern und Menschen immer wieder Gruppen vor der Wahl gestanden haben, ihre Lebensgrundlage gegen andere Menschengruppen oder gegen Neandertaler zu gewinnen.
Dabei dürften die ersten Menschengruppen zu klein für einen "Sieg" gegen die Neandertaler gewesen sein. Möglicherweise gab es Zeiten, wo die Ressourcen ausreichten um ein harmonisches einsickern von Menschen in Neandertalergebiete zu ermöglichen.
Irgedwann standen die Neandertaler dann wanderndernden Gruppen gegenüber, die ob ihrer Grösse auch fähig waren, den neandertalerpopulationen ernste Verluste beizubringen.
Dies konnten die Neandertaler generativ nicht ausgleichen.
D. H. die Menschen bekamen in Form von Völkerwanderungen permanenten nachschub aus Asien/Afrika währen die Neandertaler ihre Population auf dem jeweiligen Niveau konstant hielten, also auch ihre Verluste aus Kampfkontakten mit den Menschen nicht ersetzten.
Dies würde auch Zeiten friedlichen Nebeneinanders nicht ausschliessen. Nur würden die mächtigen Neandertaler halt in vielen Kleinkonflikten aufgerieben worden sein.
Das würde bedeuten, dass die Neandertaler die Notwendigkeit einer generativen Vorsorge für Kriegsfälle über Jahrtausende nicht begriffen haben und dieses Anpassungsdefizit letztlich ihren Untergang nach sich zog.
Das bedeutet auch, dass die Neandertaler zeitweise dem Menschen technologisch und kulturell überlegen gewesen sein können, das aber gegen den Bevölkerungsdruck des Menschen nicht ausreichte.
Wollte man dies überprüfen, bräuchte man wahrscheinlich ein mathematisches Modell um den Einwanderungsdruck an der Grenze zwischen Neandertalern und Menschen hochzurechnen und mit den archäologischen Befunden in Einklang zu bringen.
Gibt es so etwas schon? Wo könnte man das als interessierter Laie nachlesen?
Gruss
Tomas Schweigert


 

 
Ende des Neandertalers und Mathematik
Tomas Schweigert 18.08.03 16:01
L Ende des Neandertalers und Mathematik
Loni Klingenfuß 21.02.04 14:06
L Ende des Neandertalers und Mathematik
Michael Stanzer 29.04.04 09:52

 
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