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Magazin | 12.10.2006
SEXUALFORSCHUNG

Liebe lieber anders

Robert Epstein
Welche sexuelle Orientierung ein Mensch entwickelt, hängt von vielen Faktoren ab. Und weil das so ist, gibt es nicht nur schwarz oder weiß, homo oder hetero – sondern auch zahlreiche Schattierungen dazwischen.
Ein typischer Samstagmorgen im Haus der Averys. Matt und seine Frau Sheila (Namen geändert) frühstücken zusammen mit ihren beiden fünf- und achtjährigen Söhnen. Später bricht die ganze Famile, bepackt mit Badetüchern, Sonnencreme und Schwimmflügeln, Richtung Freibad auf. »An den Wochenenden versuchen wir, möglichst viel Zeit gemeinsam zu verbringen«, erzählt Matt. Seit elf Jahren ist er mit Sheila verheiratet – glücklich verheiratet, wie er betont. Um nichts auf der Welt möchte er das Leben mit ihr missen. »Sheila und ich«, sagt Matt, »wir sind ein Herz und eine Seele.« Da scheinen sich zwei gefunden zu haben. Doch wer Matts ganze Geschichte kennt, könnte das Familienidyll vielleicht mit Argwohn beäugen und glauben, Matt mache sich selbst etwas vor. Er kann doch nicht im Ernst in seiner Rolle als Ehemann und Vater aufgehen? Denn früher war Matt schwul ...
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» Gehirn&Geist, November 2006
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Literaturtipp:
Klein, F.: The Bisexual Option. New York: Haworth Press 1993.
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