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Magazin | 25.01.2008
SPIELTHEORIE

Triumph des Edelmuts

Miguel Costa-Gomes, Vincent Crawford, Rosemarie Nagel
Wie ist der "romantische Abend zu zweit" verlaufen? Hier kommt die Auswertung des Experiments, zu dem wir in der vergangenen Juliausgabe mit einem Preisausschreiben aufgerufen haben.
Wir hatten Sie in unserem Preisausschreiben (Spektrum der Wissenschaft 7/2007, S. 96) gebeten, sich auf ein unbekanntes Spiel einzulassen. Eingekleidet in die Geschichte einer Verabredung mit einer reizvollen Person, bestand die Aufgabe darin, durch Wählen einer Zahl in einem gewissen Intervall eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Dieselbe Aufgabe stellt sich auch dem Spielpartner, den man nicht kennt und mit dem man sich nicht verständigen kann. Die Punktzahl, die jeder Spieler erhält, hängt nicht nur von der eigenen Wahl, sondern auch von der des Partners ab.

Ein Spieler – nennen wir ihn Alex – muss also versuchen, die Zahl, die seine unbekannte Partnerin wählen wird, möglichst genau einzuschätzen. Dabei wird er berücksichtigen, dass diese – die im Folgenden Bianca heißen soll – ihrerseits eine hohe Punktzahl erzielen will und zu diesem Zweck versucht, Alex’ Zahl vorherzusagen.

Diese Situation ist genau das, was die Spieltheorie ein "Spiel" nennt. Durch die romantische Rahmenhandlung wollten wir klarmachen, dass es nicht darum geht, besser abzuschneiden als der Partner oder auf dessen Kosten einen Vorteil zu ergattern. Jeder sollte nur daran interessiert sein, seine Punktzahl zu maximieren.

Wie verhalten sich Menschen, wenn sie das Verhalten ihres unbekannten Partners abzuschätzen haben und ihnen keine anderen Anhaltspunkte zur Verfügung stehen als die Spielregeln selbst? Das ist insbesondere dann der Fall, wenn...
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» Spektrum der Wissenschaft, Februar 2008
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