Der Autor ist Physiker und arbeitet als Technikpublizist in Mainz.
Bernhard Gerl
22.02.2008
Wie misst man Behaglichkeit?
Wärmezähler und Heizkostenverteiler
Wie misst man Behaglichkeit?
Chemie und Elektronik helfen, Kosten gerecht zu verteilen.
Heizen kostet Geld. Werden Öl und Gas verbrannt, trägt es zudem
einen Gutteil zum Treibhauseffekt bei! Allein Privathaushalte
wenden mehr als drei Viertel der verbrauchten Energie dafür
auf, um Räume und Brauchwasser zu erwärmen. Wie viel Brennstoff
in einem Jahr vonnöten war, lesen Hausbesitzer am Füllstand des
Öltanks beziehungsweise an der Jahresendabrechnung des Gaslieferanten
ab. Versorgt eine Heizungsanlage aber mehrere Wohnungen
oder Gewerberäume, müssen die anfallenden Kosten mit
Hilfe von Messfühlern aufgeteilt werden.
Ein Posten auf der Endabrechnung ist das Warmwasser, das aus
dem Hahn in der Küche oder aus dem Duschkopf fließt. Mechanische
Zählwerke registrieren das Volumen: Der Wasserstrom treibt
ein Flügelrad an, dessen Drehzahl der durchfließenden Menge proportional
ist. Optimal wäre nun, ein Messgerät am Öl- beziehungsweise
Gasbrenner würde die zur Wassererwärmung verbrauchte
Brennstoffmenge separat aufzeichnen. Das ist jedoch nur selten gegeben.
Deshalb enthält die 1981 in Kraft getretene Heizkostenverordnung...
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