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Magazin | 15.02.2008
ASTROLOGIE

Die Kunst der Sterndeuter

Edgar Wunder
Astrologen sind nicht in der Lage, aus zwei Horoskopen das richtige für ihr Gegenüber herauszufinden. Warum nur sind dann so viele Menschen überzeugt davon, dass ihre Aussagen irgendwie doch stimmen?
Prägen die Sterne unseren Charakter? Entscheiden sie gar täglich über unser Schicksal? Wer solche Fragen weit von sich weist, stellt sich vielleicht stattdessen diese: Wie kommt es, dass drei von vier Deutschen zumindest sporadisch ihr Horoskop in einer Zeitung oder Zeitschrift lesen, 15 Prozent sogar regelmäßig? Rund jeder zweite davon hat sogar den Eindruck, die Horoskope träfen wenigstens manchmal zu, und immerhin mehr als jeder vierte richtet sich zuweilen nach den Tipps der Astrologen – so die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach aus dem Jahr 2001.
Klar: Die meisten Horoskope-Leser wollen eigentlich nur unterhalten werden, wie knapp 60 Prozent der G&G-Leser angeben, die in den vergangenen zwei Monaten an einer Internet-Umfrage teilnahmen. Aber selbst in dieser eher wissenschaftlich orientierten Klientel erhofft sich jeder zehnte der 464 Befragten Rat und Hilfe für sein Leben oder will mehr über sich selbst oder andere erfahren. Zwölf Prozent glauben nach eigenem Bekunden, dass die »Sternzeichen« etwas über Menschen aussagen; weitere 24 Prozent halten es zumindest für möglich ...
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» Gehirn&Geist, März 2008
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Literaturtipps


Furthmann, K.: Die Sterne lügen nicht. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2006.

Hergovich, A.: Die Psychologie der Astrologie. Bern: Huber 2005.
Kritik der Astrologie aus naturwissenschaftlicher und empirischer Sicht

Koch, D.: Kritik der astrologischen Vernunft. Frankfurt/Main: Verlag der Häretischen Blätter 2003.
Eine Antwort der Astrologen auf ihre Kritiker

Wunder, E.: Religion in der postkonfessionellen Gesellschaft. Stuttgart: Franz Steiner Verlag 2005.

Wunder, E. (Hg.): Thesen und Argumente zur Astrologie. Gesellschaft für Anomalistik, Sandhausen 2007.
18 Astrologen und ihre Kritiker unternehmen den Versuch eines konstruktiven Dialogs.
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