Paul Davies ist theoretischer Physiker, Kosmologe und Astrobiologe. Zur Zeit leitet er an der Arizona
State university in Phoenix das Forschungszentrum »Beyond«,
dessen Mitarbeiter sich mit den "großen Fragen" der naturwissenschaften auseinandersetzen.
Sogar auf unserem Planeten könnte das Leben mehrmals entstanden
sein. Forscher suchen nach Mikroorganismen, die sich
grundlegend von der uns bekannten Lebensform unterscheiden.
Der Ursprung des Lebens gehört zu den großen Rätseln der Wissenschaft. Wie, wo oder wann es entstand,
vermag niemand genau zu sagen. Die Forscher wissen kaum mehr, alsdass vor ungefähr dreieinhalb Milliarden Jahren
auf der Erde mikrobielles Leben etabliert war. Was davor geschah, lässt vor allem Raum für Spekulationen.
So glaubte vor dreißig Jahren die Mehrzahl der Biologen, das Leben hätte mit einem chemischen Zufall seinen Anfang genommen, einem Ereignis von so geringer Wahrscheinlichkeit,
dass sich dergleichen im Universum kein zweites Mal zugetragen haben dürfte. Diese Haltung vertrat auch der französische
Biochemiker und Nobelpreisträger Jacques Monod (1910 – 1976). Er schrieb 1970: "Der Mensch weiß endlich, dass er in der teilnahmslosen Unermesslichkeit des Universums allein
ist, aus dem er zufällig hervortrat."
Inzwischen herrscht eine völlig andere Auffassung vor. Vor gut zehn Jahren nannte der belgische Biochemiker und Nobelpreisträger Christian de Duve Leben eine "kosmische
Zwangsläufigkeit". Auf jedwedem erdähnlichen Planeten ...
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Teilchenbeschleuniger: Vorstoß in die Physik des 21. Jahrhunderts • Hightech-Teleskope: Bis an die Grenzen des Universums • Raumfahrt: Aufbruch zu unseren kosmischen Nachbarn • … »