Die Biologin Barbara Müller
arbeitet als Gruppenleiterin in der
Abteilung Virologie am Universitätsklinikum
Heidelberg. Ihr Arbeitsschwerpunkt
ist die Untersuchung
der Interaktionen zwischen HIV und
dessen Wirtszelle. Hans-Georg
Kräusslich ist Professor für Virologie
und Direktor der virologischen
Abteilung der Universität Heidelberg.
Er ist Sprecher des Sonderforschungsbereichs
»Kontrolle tropischer
Infektionskrankheiten«, des
DFG-Schwerpunktprogramms »Dynamik
zellulärer Membranen und
ihre Ausnutzung durch Viren« sowie
des Exzellenzclusters "Cellular
Networks".
Reales und gefühltes Risiko korrespondieren nicht miteinander:
Während es heute vergleichsweise ruhig um das Thema Vogelgrippe ist, hat sich die tatsächliche Bedrohung seit 2005 kaum verändert.
Im Winter des Jahres 2005 wurde die
Frage, wann wir mit der nächsten verheerenden
Influenza-Pandemie – also einer
Epidemie globalen Ausmaßes – rechnen
müssen, in den deutschen Medien fast
täglich gestellt. Weltweite Beunruhigung,
ausgelöst durch die zunehmende Verbreitung
des Influenza-Virus H5N1 (siehe Randspalte
gegenüber) unter Wild- und Hausgeflügel sowie
vereinzelte Übertragungen dieses aggressiven
Tierseuchenerregers auf den Menschen,
spiegelte sich in unzähligen Meldungen, in
denen alle nur denkbaren Aspekte des Themas
diskutiert wurden.
Die Berichte stießen in der Öffentlichkeit
auf großes Interesse und verbreiteten ein Gefühl
der akuten Bedrohung: ob nun über aktuelle
Fallzahlen bei Tieren und Menschen,
über Pläne zur Pandemiebekämpfung, Impfungen,
Medikamente, Verhaltensmaßregeln
für Reisende, Hundehalter, Jogger oder Zoobesucher
bis hin zur möglicherweise lebensrettenden
Wirkung von Meerrettich, Knoblauch
oder Sonnenhutextrakt. Selbst bizarre
Meldungen...
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Teilchenbeschleuniger: Vorstoß in die Physik des 21. Jahrhunderts • Hightech-Teleskope: Bis an die Grenzen des Universums • Raumfahrt: Aufbruch zu unseren kosmischen Nachbarn • … »