Uta Deffke ist promovierte Physikerin
und arbeitet als freie Wissenschaftsjournalistin
im Journalistenbüro
Schnittstelle in Berlin. Sie
schreibt vorwiegend über Technik,
Physik, Mathematik, Werkstoffe und
Energie.
Uta Deffke
20.03.2008
Matheon-Medienpreis
Ehre, wem Ehre gebührt
Ob ein Gemälde tatsächlich aus Meisterhand stammt, ist unter Kennern häufig
umstritten. Jetzt soll die Mathematik dabei helfen, Fälschungen zu entlarven.
Im Frühjahr 2005 ging Alex Matter mit
einem erstaunlichen Fund an die Öffentlichkeit:
In einem Lagerhaus seines Vaters
Herbert Matter auf Long Island (New York)
habe er vor drei Jahren 32 Bilder des 1956 verstorbenen
Malers Jackson Pollock entdeckt,
eingeschlagen in braunes Papier. Herbert
Matter war mit dem berühmten Vertreter des
abstrakten amerikanischen Expressionismus
befreundet gewesen, dessen bekannteste Bilder
durch so unkonventionelle Techniken wie
klecksende Farbkannen entstanden. Alex
Matter war von der Echtheit der Gemälde
überzeugt; zwei eigens angeheuerte Pollock-
Experten kamen zum selben Ergebnis.
Anfang 2006 allerdings meldete sich die
Pollock-Krasner Foundation zu Wort, die den
Nachlass des Künstlers verwaltet. Sie hegt erhebliche
Zweifel an der Echtheit der Bilder.
Dabei stützt sie sich nicht nur auf die Aussage
des hauseigenen Kunsthistorikers Francis
O’Connor, sondern auch auf die Berechnungen
eines Physikers.
Richard Taylor von der University of Oregon
in Eugene, selbst ausgebildeter Künstler,
ist seit Jahren fasziniert von dem Schaffen des
amerikanischen Expressionisten. Die abstrakten
Gemälde animierten ihn zu mathematischen
Analysen, deren Ergebnisse...
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Teilchenbeschleuniger: Vorstoß in die Physik des 21. Jahrhunderts • Hightech-Teleskope: Bis an die Grenzen des Universums • Raumfahrt: Aufbruch zu unseren kosmischen Nachbarn • … »