Vorweg: Ich bin ein einfacher Mensch und leider kein Meister des geschliffenen Wortes. Dennoch möchte ich an dieser Stelle als Mitglied dieser Weltgemeinschaft auch einmal meine Meinung kund tun, auch wenn diese - auf's ganze bzw. wesentliche bezogen - nun einmal unerheblich und unwichtig ist. Dennoch würde ich mich sehr freuen, wenn Sie meinen Leserbrief veröffentlichen würden, auch wenn dieser den Zorn des einen oder anderen Technokraten oder Zahlenjongleurs hervorrufen sollte. Aber auch Provozieren kann in dem einen oder anderen Fall zum Nachdenken und auch zu neuen Erkenntnissen führen.
Zu erst einmal ein Lob an Ihre Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft", welche ich schon seit einigen Jahre von Ihnen beziehen darf und auch sehr gerne "studiere". Ich lese Ihre Zeitschrift gerade deshalb, weil ich nicht alles sofort verstehe, aber es bereitet mir eine große Freude, über den einen und anderen Artikel - auch über einen längeren Zeitraum hinweg - nachzudenken. Dies dient u.a. auch dazu, mein Gehirn zu schulen, damit ich nicht einroste und auch weiterhin "open minded" und somit empfänglich für neue Aspekte bleibe.
Doch nun zu meinem eigentlichen Anliegen:
Immer wieder erscheinen in Ihren Ausgaben verschiedene interessante Artikel zum Thema "Klimawandel". Darin werden häufig die anthropogenen Einflüsse auf das Klima diskutiert und häufig auch mit dem Argument relativiert, daß man ja noch Zahlen und Meßergebnisse benötige, um eine "sichere" Aussage über die Tragweite des menschlichen Verhaltens eben auf dieses Erdklima treffen zu können. Dazu nun meine Meinung: Schon seit Jahrzehnten werden Zahlen und Fakten zu diesem Thema zusammengetragen, ausgewertet und - jedenfalls teilweise - auch veröffentlicht.
Unabhängig von dem Streit zwischen manchen "Wissenschaftlern" bleiben für mich jedoch auch wesentliche Aspekte bei dieser Diskussion unbeachtet: 1) Der gesunde Menschenverstand. 2) Intuition. 3) Lebenserfahrung. Diese genannten Punkte sind ganz erhebliche Eigenschaften, die unser (Über-)Leben auf diesem Planeten überhaupt erst für diese uns gegebenen Zeitspanne ermöglichen.
Der gesunde Menschenverstand sagt mir, daß es aus den verschiedensten Gründen (u.a. auch durch den Energieerhaltungssatz, Massenerhaltungssatz, die Gesetze der Thermodynamik etc. pp.) für unser Erdklima nicht unerheblich sein kann, wie wir Menschen uns auf diesem Planeten verhalten (unwiederbringlicher Verbrauch der Ressourcen wie z.B. Erdöl, Vernichtung der Wälder, Verschmutzung des Trinkwassers etc). Intuitiv weiß ich, daß dieses Verhalten unabdingbar Konsequenzen auf unseren Lebensraum (Klima, Tier- und Pflanzenwelt, Artenvielfalt, das Gleichgewicht des Ökosystems etc. pp.) haben muß. Denn dies zeigt mir meine Lebenserfahrung, daß Mensch nicht an einem Teil dieser Welt etwas ändern kann, ohne daß dies nicht unabdingbar Konsequenzen für den anderen Teil dieser Welt haben wird.
Wir können noch weitere Jahrzehnte Zahlen, Meßergebnisse und Fakten sammeln, um das menschliche Ausmaß an der Klimaveränderung zu ergründen. Doch eine Frage darf an dieser Stelle erlaubt sein: Was ist, wenn sich dann - z.B. nach weiteren 30 Jahren - herausstellt, daß es eben doch genau dieses menschliche (Fehl-)Verhalten war, was zu dieser Veränderung geführt hat? Haben wir dann nicht weitere, nie weder gut zu machende, 30 Jahre unwiederbringlich verloren? Vielleicht ist es dann für uns zu spät! Wir dürfen den gesunden Menschenverstand, unsere Intuition und unsere Lebenserfahrung nicht vollständig ausblenden.
Norbert Rommerskirchen, Querstraße 1h, 1900 Großröhrsdorf
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