Werden wir mit Unbekanntem konfrontiert, sorgt das Gehirn dafür, dass wir uns nicht nur das Neue selbst, sondern auch die Umstände des Geschehens besser merken. Für Pädagogen hat diese Erkenntnis ganz praktischen Nutzen.
Jeden Tag derselbe Weg zur Arbeit, mit demselben Auto, auf derselben Straße, über dieselbe Kreuzung mit derselben Verkehrsinsel. Doch heute Morgen ist etwas anders: Sie sehen plötzlich eine Kuh auf der Verkehrsinsel grasen! Erst lautes Hupen hinter Ihnen erinnert Sie daran, dass Sie weiterfahren sollten.
An diese Überraschung im morgendlichen Berufsverkehr werden Sie sich sicher noch lange erinnern - und zwar einschließlich der Umstände: dass die Sonne schien und im Autoradio gerade "We are the champions" lief, dass die Osterglocken auf der Verkehrsinsel blühten und so weiter. Dagegen dürften all die anderen unzähligen Male, die Sie zuvor diese Kreuzung passiert haben, längst vergessen sein ...
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Bunzeck, N. et al.: Mesolimbic Novelty Processing in Older Adults. In: Cerebral Cortex 17(12), 2007, S. 2940-2948.
Fenker, D. B. et al.: Novel Scenes Improve Recollection and Recall of Words. In: Journal of Cognitive Neuroscience
(im Druck).
Li, S. et al: Dopamine-dependent Facilitation of LTP Induction in Hippocampal CA1 by Exposure to Spatial Novelty. In:
Nature Neuroscience 6(5), 2003, S. 526-531.
Als Begründer der Psychoanalyse wies er seelischen Vorgängen eine zentrale Rolle zu und bezog vor allem das Unbewusste mit ein. Wenn auch seine Sexualtheorie umstritten war, nahm seine Lehre doch... »
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