So löblich und auch unbedingt notwendig die Kritik an der CO2- Endlagerung ist, vielleicht wäre auch ein Satz zu der unklaren Situation der Endlagerung im Kernkraftbereich sinnvoll gewesen und wenn nur um eine Ausgewogenheit der Betrachtung zu ermöglichen.
Wenn ich das richtig sehe, beruht der Artikel überwiegend auf der Studie Klimaschutz und Energieversorung der dpg von 2005, die auf deren homepage heruntergeladen werden kann.
Stimmt es eigentlich, dass zurzeit ein erstaunlich hoher Anteil der Reaktoren in Deutschland heruntergefahren ist oder auf Sparflamme läuft, um sich über die nächste Bundestagswahl hinweg zu retten? Wenn dem so wäre, kann es mit der knappen Energie hier ja nicht so weit her sein und die Aussagen von 40% Überkapazität stimmen doch.
Eine Lücke von 26% tut sich dann also nicht auf oder? Wie lange weiß denn die Stromindustrie schon, dass die Kernkraftwerke 2020 abgeschaltet werden? Ist glaub ich auch schon etwas her. Läuft eben wie bei der Selbstverpflichtung der Automobilindustrie mit der CO2-Begrenzung. Täuschen, jammern und hoffen, dass man drumrum kommt. Und mit den Rieseneinnahmen lieber andere Energieversorger aufkaufen als in die Zukunft zu investieren.
Martin Grün, Neckarsulm
Antwort der Redaktion:
Antwort des Autors an Herrn Grün:
Gerne füge ich einen Bemerkung zur Endlagerung der abgebrannten Brennelemente an, die Sie vermißt haben:
Das Endlager für CO2 ist die Atmosphäre oder vielleicht (irgendwann) der Untergrund in Norddeutschland. Die Menge von CO2 ist 400 Millionen Tonnen pro Jahr, die Menge von Uranrückständen 400 Tonnen pro Jahr. Der Salzstock Gorleben wurde vor 30 Jahren als bester Standort bestimmt, der Salzstock besteht seit 70 Millionen Jahren unverändert, das Gestein ist hart, es hält 200 Bar Druck aus. Die Eignung des Endlagers Gorleben wäre langst bekannt ,wenn nicht der Minister Trittin im Jahr 2000 die Untersuchung gestoppt hätte, zu der er verpflichtet ist. Es spielt für das Endlager keine große Rolle, ob die Rückstände von 30 oder von 50 Jahren Betrieb eingelagert werden müssen.
Conclusio: Das Risiko des Klimawandels mit seinen sozialen Folgen , Bevölkerungswanderungen und möglicherweise Kriegen ist schlimmer als die Einlagerung einer vergleichweise kleinen Menge abgebrannter Brennstäbe im Salzstock.
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