In der Bildunterschrift auf Seite 85 heißt es:
"Der Walkman setzt 44 000 Zahlenwerte pro Sekunde in Musik um, aber die stehen nicht alle auf der CD. Zur Platzersparnis werden die Daten komprimiert; hier gezeigt ist eine einfache Lauflängen(run length)-Kompression (...)"
Da haben sich ja gleich ein paar Fehler eingeschlichen! Die Samplerate bei CDs ist 44100 Hz und nicht 44000 Hz. Wenn man 5 Stellen angibt sollten die stimmen. Und natürlich stehen alle Werte auf der CD - denn die enthält ja auch die Originalmusik.
Das Plakat an sich ist auch keine alltagsnahe Werbung für die Mathematik: Die runlength Methode mag ja ein möglicher Komprimierungsalgorithmus, der aber leider gar nichts mit den üblichen mp3, ogg vorbis oder FLAC Komprimierungen zu tun.
Dr. Günter Lichtenberg
Antwort der Redaktion:
Ein Punkt für Sie – die 44000 Hertz hatte ich aus dem Gedächtnis und nicht weiter verifiziert.
Die Werte stehen in der Tat alle auf der CD – müssten aber nicht. Denn die Lauflängen-Kodierung ist verlustfrei. Der CD-Spieler könnte also die originalen Daten bitgetreu rekonstruieren (was er nicht tut, weil es in der Norm nicht vorgesehen ist).
Wenn die Schöne auf dem Plakat allerdings einer MP3-Datei lauscht, nimmt sie einen (geringen) Qualitätsverlust in Kauf. Dafür passen mehr Songs aufs Speichermedium. Aber die Mathematik hinter MP3 würde beim besten Willen nicht aufs Plakat passen.
Christoph Pöppe
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