Die Autoren beschreiben zurecht den Mechanismus des kosmischen Vergessens:
Wissen, das heute verfügbar gemacht werden kann, wird im Verlustfall aufgrund der kosmischen Expansion und damit verbundenen Abkühlung des Universums möglicherweise in ferner Zukunft nicht mehr wiederherzustellen sein.
Vielleicht haben die Autoren aber eine gegenläufige Entwicklung unterschätzt.
Jeder, der mit Projekten befasst ist, weiß, dass man in deren Verlauf Lernprozesse durchläuft. Diese Prozesse bestehen vor allem darin, dass vorher unsichtbare, nicht erkennbare Dinge offenbar werden. Ein zweiter Grund ist die Beschränktheit von Lernressourcen, die erst im Laufe des Projektes wieder frei werden.
Das Projekt „Unser Universum“ ist ja erst seit 13,7 Milliarden Jahren zugange, zumindest nach jetzigem Stand des Wissens. Wer weiß denn, welche Effekte in der Kürze der Zeit noch nicht erkennbar geworden sind, die wesentliche Informationen über das Universum und sein Umfeld offenbaren können.
Das Problem für den Lernenden ist, dass Inhalt und Umfang dessen, was man lernen wird, noch nicht erkennbar sind, bevor man es erlernt hat.
Wir können also guter Dinge für die Erkenntnismöglichkeiten unserer Nachfahren in – sagen wir – 50 Milliarden Jahren sein.
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