Wie der Artikel beschreibt, führt die Ausdehnung des Raumes zur Ausbildung eines Ereignishorizontes, welcher für den jeweiligen Beobachter den Rand des Universums darstellt. Diese Situation wird auch als "umgestülptes Schwarzes Loch" beschrieben.
Während unsere lokale Umgebung durch Gravitation zusammengehalten wird, verschwinden alle entfernteren Körper nach und nach hinter dem Ereignishorizont, beziehungsweise sammeln sich - vom Beobachter aus gesehen - mit ins Unendliche steigender Rotverschiebung am Horizont.
Durch den Prozess wird damit nicht nur, wie im Artikel beschrieben, die im beobachtbaren Universum enthaltene Information nach oben begrenzt, sondern tatsächlich fällt dieser Informationsgehalt stetig ab.
Information ist verknüpft mit Entropie. Das Universum besteht sozusagen aus Information, aber es lebt durch das Wachstum der Entropie.
Schwarzen Löchern kann eine Temperatur zugeordnet werden und sie geben eingefangene Entropie im Laufe (sehr!) langer Zeit durch Hawkins-Strahlung und eine finale Explosion wieder ab. Ganz im Gegensatz dazu scheint sich der als Begrenzung des beobachtbaren Universums dargestellte Ereignishorizont jedoch immer weiter abzukühlen.
Die Entropie des beobachtbaren Universums sollte daher in krassem Gegensatz zum 2. Hauptsatz ständig fallen, mit der geschilderten, für den späteren Beobachter kaum erklärbaren Folge, dass sich alle Materie um ihn herum konzentriert, statt sich in den unendlichen Weiten zu verlieren ...
(Zu denken gibt dabei, dass auch von uns aus gesehen, das frühe Universum mit im Wortsinne "unwahrscheinlich" geringer Entropie beginnt ...)
Eine BESCHLEUNIGTE Ausdehnung sollte allerdings auch zur Folge haben, dass der Horizont dem Beobachter mit der Zeit immer näher rückt. Damit nimmt das Volumen des beobachteten Universums ständig ab und die Entropiedichte entsprechend zu.
Die Frage wäre damit:
Erzwingt die Annahme einer wenigstens lokalen Aufrechterhaltung des 2. Hauptsatzes somit die
gleichzeitige Annahme einer ständigen Beschleunigung der Expansion, um den Verlust an Information bzw. Entropie durch einen entsprechenden Verlust an Volumen zu kompensieren?
Muss also mit jeder verschwindenden Information nicht auch die Fläche des Ereignishorizontes entsprechend abnehmen?
Dr. Thilo Weitzel, Bern
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