Regina Kuntz untersuchte an der
Veterinärmedizinischen Universität
Wien mit einem Forscherteam den
Energiehaushalt von Wildpferden und
promovierte dort über das Thema.
Heute arbeitet sie unter anderem an
der Universität Freiburg und als
Gymnasiallehrerin.
Prschewalski- oder Urwildpferde drosseln in der kalten Jahreszeit ihre Aktivität, ihre Körpertemperatur und ihren Stoffwechsel – und damit ihren Energieverbrauch. Hierdurch sind sie auf die harten Winter der Mongolei gut vorbereitet.
Allem Anschein nach starben die
letzten Wildpferde, genauer die
letzte Unterart des Urwildpferds,
in freier Natur vor einigen Jahrzehnten
aus. Prschewalskipferde (früher Przewalski
geschrieben) haben nur in einigen
Zoos und Freigehegen überlebt. Seit Mitte
der 1990er Jahre werden sie nun wieder in ihrem
ursprünglichen Verbreitungsgebiet in Innerasien
angesiedelt. Obwohl diese Stuten
und Hengste vorher nicht an die extrem harten,
langen Winter der mongolischen Steppen
gewöhnt waren, kommen sie mit dem
dortigen Klima offensichtlich gut zurecht
und haben sich sogar schon vermehrt.
Wie überstehen die Wildpferde den anhaltenden
Nahrungsmangel bei Temperaturen
von bis zu minus 40 Grad Celsius in ihrer
neuen alten Heimat? Wie trotzen sie den heftigen,
oft tagelangen Schneestürmen? Ein
Wissenschaftlerteam des Forschungsinstituts
für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen
Universität Wien (FIWI)
fand unter Leitung von Walter Arnold heraus,
dass Prschewalskipferde dem Winter nicht
etwa, wie man vermuten könnte, mit besonders
hoher Stoffwechselverbrennung widerstehen...
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