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THE LANCET   03.10.08
 
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Bekämpfung der Malaria mit vollem Einsatz

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Der aktuelle Leitartikel beschäftigt sich mit dem Optimismus, den die von der 'Roll Back Malaria Partnership' (RBM) angekündigten Pläne hervorgerufen haben. Diese sehen vor, die Krankheit mit umfassenden, aus kurz-, mittel- und langfristigen Zielsetzungen bestehenden Maßnahmen zu kontrollieren und auszurotten. Die Pläne wurden mit großer Fanfare auf dem New Yorker UN-Gipfel zu den Millenniums-Entwicklungszielen bekannt gegeben.

Der Leitartikel stellt fest: "Die Pläne beschreiben drei Zielsetzungen, um die Malaria einzudämmen: kurzfristig bis 2010 sollen Sterblichkeit und Morbidität auf die Hälfte des 2000er Niveaus verringert werden, indem verfügbare vorbeugende Maßnahmen und Behandlungen auf alle Bedürftigen ausgeweitet werden; mittelfristig bis 2015 soll die Zahl der Malariatoten durch nachhaltige Bereitstellung dieser Maßnahmen auf nahezu Null verringert werden; und langfristig, um die Zahl der Todesfälle weltweit bei nahezu Null sicherzustellen, soll in geeigneten Ländern die Übertragung der Malaria beseitigt und diese mit neuen Techniken und Ansätzen ausgerottet werden. Die Pläne sind weit umfassender als bisherige Versionen. Sie bieten einen sachlich fundierten Ansatz, um den Gefährdeten wirksame Vorbeugung und Behandlung bereitzustellen."

Die Pläne könnten allein in den 20 am schlimmsten betroffenen Ländern Afrikas geschätzte 4,2 Millionen Menschenleben retten. Angesichts der durch die Pläne erforderlichen langfristigen Finanzierung – bis 2020 62 Milliarden US-Dollar – muss jedoch zur Vorsicht gemahnt werden, und der Leitartikel warnt auch vor der Zielsetzung der Malariaausrottung: "Der Einzelne muss nur die Programme zur Ausrottung der Kinderlähmung betrachten, um festzustellen, dass sich solche Bestrebungen in Wirklichkeit als weitaus komplexer darstellen können. Die Meßlatte zu hoch zu legen, birgt Gefahren."

Der Leitartikel folgert: "Die 'Roll Back Malaria Partnership' hat das Profil der Malaria geschärft, indem sie die vormals erheblich unterfinanzierte und weit gehend verdrängte Krankheit zu einer weithin anerkannten exemplarischen Investitionsmöglichkeit innerhalb der Entwicklungsprogramme gemacht hat. Die Verantwortlichen haben dies durch stärkere Führung und bessere Zusammenarbeit zwischen ihren Partnern, wie auch durch Reaktion auf länderspezifische Bedürfnisse mittels verbesserter Koordination ihrer nationalen Strategien und Einführungsprogramme erreicht. Im kommenden Jahrzehnt steht die RBM vor großen Herausforderungen. Zum ersten Mal jedoch ahnen wir, dass diesen Herausforderungen begegnet werden kann. Die vergangene Woche in New York getroffenen Entscheidungen haben eine beispiellose Gelegenheit erschaffen, eine, die nun von allen Beteiligten fest ergriffen werden muss."

Quelle: Editorial. Rolling back malaria—the next 10 years. Lancet 2008; 372: 1193
 
http://www.thelancet.com
 
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